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Auswirkungen von Vibrationsplatten Training auf den Körper


Wirkung auf das Nervensystem

https://i1.wp.com/www.physiopaed.de/ns.JPGBei der Reizung der Rezeptoren im neuromuskulären System gelangen Informationen aus der Peripherie über die sensorischen Bahnen in das ZNS. Die Reizung dieser Nerven erfolgt an ihren Enden, den Mechanorezeptoren. Es handelt sich um feine Enden von Nervenverästelungen ohne Hülle, die eine oder mehrere Muskelfasern spiralförmig um­winden. Mechanorezeptoren (auch Propriorezeptoren genannt) liefern kinästhetische Informationen (Gefühl für Position, Bewegung und Belastung). Es gibt sie in Muskeln, Fascien, Sehnen und Bindegewebe, das praktisch in allen Organen vorhanden ist.

Bei gesunden Muskeln

erfolgt die Innervation (Anspannung) bewusst vom Gehirn aus. Willentliche Anspannung oder Dehnung der Muskulatur bewirken einen Reiz der Rezeptoren, die diesen über die Nervenbahnen an das ZNS weiterleiten.

Bei pathologisch veränderten Muskeln,

einer Lähmung oder Spastik ist dieser Ablauf gestört Der Reiz (Befehl) geht vom Gehirn aus, kann aber aufgrund der Störung nicht oder nur teilweise ausgeführt werden.

Mit BMS wird die Muskelaktivität über die Vibrathode bewirkt, so wird dem Gehirn ein „normales Bewegungsmuster“ gemeldet. Es findet eine Neuprogrammierung der motorischen Zonen statt Bei Störungen im sensiblen Bereich erreicht man durch BMS eine weitgehende Normalisierung. z.B. Hypästhesie (herabgesetzte Empfindungen von Sinnesreizen) oder Hypersensibilität nach Nervenläsionen. Der Reizeffekt an den Rezeptoren hängt nicht so sehr von der Stärke, sondern von der Reizgeschwindigkeit ab. So unterscheiden sich z.B. die Frequenzen die für die Erwärmung oder Blutpumpfunktion optimal sind von denen, welche die Reizung der Rezeptoren begünstigen. Durch Änderung der Parameter wird die eine oder andere Funktion des Organismus vorrangig beeinflusst

Wirkung auf das Kreislauf- und Lymphsystem

Das Gefäßsystem verfügt zwar über eigene Muskulatur, ist jedoch alleine nicht in der Lage, den Körper kreislaufstabilisierend zu versorgen. Um das zu sichern, benötigt man die Muskelaktivität (Muskelpumpe). Durch die Anspannung (Längsvibrationen der Muskelfasern) wird das Blut aus den Gefäßen herausgepresst. In der Entspannungsphase nimmt das Gefäß seine Normalform wieder an, somit kann arterielles Blut wieder nachfließen.
BMS bewirkt eine verbesserte Durchblutung des stimulierten Gewebes. Untersuchungen ergaben, dass sich bei der Anwendung z.B. im Unterarm- Hand­bereich, die Blutpumpfunktion um 10% und bei zusätzlicher dynamischer Tätigkeit um 30% erhöhten.
Mit entsprechender Frequenz angewandt, unterstützt BMS das Lymphsystem.

Wirkung auf die Beweglichkeit

Untersuchungen der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main zeigten, dass es bei einer Anwendungsdauer von 3×2 Minuten mit jeweils 2 Minuten Pause zwischen den Serien zu einer spontanen Erhöhung der Beweglichkeit in beträchtlichem Ausmaß von 10 bis 15% der Muskellänge kommt. Diese Segmentlängenveränderung ist bei ein­maliger Anwendung reversibel und hält ca. 30 Minuten an.

Bei längerfristiger Anwendung jedoch, eignet sich die BMS in hervorragender Weise zum Beweglichkeitstraining.
Über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen, bei zwei Trainingseinheiten pro Woche, konnten Zuwachsraten von 20 bis 30% erzielt werden. Damit ist BMS an­deren Dehntechniken vorzuziehen.

Neurophysiologisch ist der Zugewinn an Flexibilität zu erklären, da es zu einer Stimulation des Golgi-Sehnenorgans kommt Die Aktivierung des Golgi-Sehnenorgans bewirkt eine reflektorische Hemmung der Muskelkontraktion.

Bei der BMS wird das Golgi-Sehnenorgan mit einer bestimmten Frequenz erregt gleichzeitig wird der Muskel gegen diese Hemmung gedehnt und wieder entspannt Außer im Medizin- und Sportbereich führt die BMS auch in der Kosmetik zu hervorragenden Erfolgen. In allen Bereichen bewirkt sie eine sofortige, starke Revitalisierung des gesamten Körpers. Nach Auswertung der durchgeführten BMS- Therapieformen übertrafen die Erfolge die Erwartungen um ein Vielfaches. Somit wurden die Veröffentlichungen (z. B. von der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main, Institut für Sportwissen) mehr als nur bestätigt. Spezifische medizinische Indikationen der BMS Durch die systemisch-komplexen Wirkungen der Biomechanischen Stimulation werden bei verschiedenen Krankheitszuständen, die sich anderen Therapiemaßnahmen gegenüber weitgehend resistent verhalten, wesentliche Behandlungserfolge erreicht, und zwar:

1) Nerven-, Stütz- u. Bewegungsapparat

Regeneration von Erkrankungen des chronisch-degenerativen Formenkreises
(Rheuma, Fibromyalgie, Osteoporose, Arthrose)
Abbau von Schwellungen-Hämatom, Ödeme
Verbesserung der Dehnbarkeii-Spitzfuß
Narben, Verwachsung
Kontrakturen
Sklerodermie
Haltungsschäden
Regulierung einer lokalen oder systemischen muskulären Hypo- bzw. Hypertonus-Verspannung
Remanenz
Spastik
Myoarthropathie
Myogelose
Intra-und Intermuskuläre Dysbalance
Skoliose
Verbesserung eingeschränkter Gelenkbeweglichkeit – posttraumatisch, nach Ruhigstellung
Kapselfibrose
Schmerzlinderung, akut und chronisch – Muskelfaserüberdehnung
Zoster
Neuralgie
Dorsopathie
Parästhesie
Phantomschmerz
Beschleunigung der funkiionellen und strukturellen Nervenregeneration – Karpal-Tunnel-Syndrom
Paroneusschäden
Sudeck-Syndrom
Tinnitus
Nervimmobilität
Multiple Sklerose

2) Immunsystem: Asthma bronchiale, Immundysfunktionen, allergische Erkrankungen

3) Haut: Neurodermitis

4) Herz-Kreislauf-System: Durchblutungsstörungen jeder Art, insbesondere arterielle Hypertonie,      Verbesserung der Kapillarperfusion

5) Atemwege: chronische Entzündungen

6) Stoffwechsel: Hypoglykämie (entsprechend der Pathogenese), Insulinresistenz

7) Potenzstörungen beim Mann und bei der Frau

8) Frauenkrankheiten: prämenstruelles Syndrom, Nebenwirkungen oraler Kontrazeptiva,     postmenopausale Osteoporose

9) komplementäre Anwendung in der Onkologie

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